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Schwärzen – ein sinnvoller Hilfsstoff

In allen Ofen- bzw. Produktionsbereichen, in denen flüssiges Metall mit Feuerfestwerkstoffen in Berührung kommen kann, muss auf die Vermeidung von Grenzflächenreaktionen geachtet werden. Hier bieten verschiedene Schwärzen auf Kohlenstoffbasis eine effektive Lösung. Die meist durch Streichen oder Sprühen aufgetragenen Flüssigkeiten härten durch die einwirkende Hitze vollständig aus und bilden eine stabile und abriebfeste Schutzschicht auf verschiedensten Oberflächen. Diese Schicht schützt z.B. Ofenfutter / Ofenränder vor dem Anhaften von Schmelze, sorgt in Laufbereichen bzw. an Rinnen aber auch für die notwendige Isolierung.

Da sich in Schwärzen nicht nur Kohlenstoff, sondern auch Additive zur Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften befinden, sollte der Anwender die beigelegten Mischanweisungen sorgfältig beachten. Beispielsweise ist das Vormischen einer teigigen Masse und das anschließende „Ruhen lassen“ für ca. 24h beim Produkt Carboform / Carboform ZD ein wichtiger Aspekt für das Erzielen der gewünschten Produkteigenschaften. Da Wasser in verschiedene Bestandteile der Schwärze aufgenommen werden muss, ist dieser Schritt zwar umständlich, jedoch steigt die Effizienz des Hilfsstoffes hierdurch drastisch an.

Ein weiteres Beispiel sind Rinnenschwärzen (wie z.B. unsere PS2), welche im Bereich Schleuderguss zum Einsatz kommen. Hier dient das Produkt dazu, dass nach abgeschlossenem Gießvorgang und dem Umklappen der Gießrinne die verbliebenen Schmelzreste rückstandsfrei abfallen und auf die nun saubere Oberfläche ggfls. eine neue Schicht Schwärze aufgetragen werden kann. Erfüllt das Produkt an dieser Stelle nicht die nötigen Anforderungen, kann es zu Fehlstellen am produzierten Gussstück kommen, was unweigerlich zu erhöhten Folgekosten führt.

Auch Kokillen im Bereich Walzenguss werden vor ihrem Einsatz mit Schwärzen (z.B. No.15 Chill Roll Blacking) behandelt, um nach dem Gießvorgang das Entfernen des Gussteils aus der metallischen Dauerform zu erleichtern.